“Das Baby kann nur bei Mama und Papa in der Nähe einschlafen und spätestens, wenn Du Dich nach einem lagen Tag in Deinem Bett verkrümelt hast, dann kommen die nächsten kleinen Füßchen über den Flur getapst und verschwinden ganz schnell unter Deiner Decke.”

Für Mama und Papa kann schnell kein Platz mehr im Elternbett vorhanden sein und spätestens wenn der Papa auf die Couch umziehen muss, ist es an der Zeit sich nach einer Lösung umzusehen.

Das Familienbett neu entdecken

Das Fmilienbett ist keine Erfindung unserer Neuzeit, sonder war vor ca. 200 Jahren auch in unserer westlichen Welt noch vollkommen normal. Erst mit der Zeit hat es sich eingeschlichen, dass unsere Gesellschaft bestimmt hat, dass Babys von Beginn an in ihre eigenen Betten gehören.

Doch der Urinstinkt vieler Babys ist gar nicht mit dieser Sichtweise einverstanden und hat sich nicht auf die neue Zeit programmiert. Babys brauchen auch heute die Sicherheit ihrer Eltern und das sie immer in greifbarer Nähe sind. Der Körperkontakt zu den Eltern bedeutet Sicherheit, Geborgenheit und die Versorgung mit Nahrung. Das Baby ist sicher vor “Raubtieren” und das Überleben ist gesichert.

Das Babys Nachts sicher in ihren Betten sind, dass können sie einfach nicht wissen und deshalb rauben sie ungewollt vielen Eltern den Schlaf. Sie wollen sie nicht ärgern, sondern nur Sicherheit.

Viele Eltern verstehen es heute wieder auf diese Bedürfnisse ihrer Kleinen einzugehen und entscheiden sich bewusst für eine bedürfnisorientierte Erziehung und unter anderem für das Familienbett.

Vorurteile

Jedoch ist es heute nicht immer leicht sich aktiv für ein Familienbett auszusprechen, weil es immer noch viele Vorurteile gibt, die sich in den Köpfen unserer Gesellschaft festgesetzt haben.

“Dein Baby muss lernen alleine zu schlafen”

Wieso muss ein Baby nach neun Monaten Verbundenheit mit der Mutter, direkt ab dem ersten Tag alleine in seinem Bett schlafen? Schläfst Du nicht auch lieber angekuschelt an Deinen Partner ein. Oder erinnerst Du Dich an das geborgene Gefühl, wenn Du einmal unter der Decke Deiner Eltern verschwinden durftest und das besonders bei Alpträumen oder Krankheit?!

“Es zieht nie mehr aus Deinem Bett aus”

Und der erste Partner der Kinder landet dann auch mit im Familienbett?! Solch eine Geschichte ist mir bis jetzt nicht bekannt, Dir? Erforscht ist, dass Kinder in der Regel zwischen dem 2 – 5 Lebensjahr von ganz alleine in ihre Betten umziehen.

“Es ist gefährlich, Du überrollst Dein Baby im Schlaf”

Gefährlich kann es werden, wenn Medikamente, psychische und körperliche Krankheiten,  Zigarettenqualm, Alkohol oder andere Drogen im Spiel sind. Sie verhindern das natürliche Gefühl und Reaktionsmöglichkeit der Eltern. Normalerweise hat die Mutter einen sehr angepassten Schlaf an das Baby und reagiert auf jede Ungereimtheit, ohne mit Schlafmangel am nächsten Morgen aufzuwachen.

“Im Familienbett kommt es zum plötzlichen Kindstod”

Generell kann man sagen, dass der plötzliche Kindstod noch nicht vollständig erforscht ist. Die Ursachen für das plötzliche Aussetzen der Atmung kann vielfältig sein. Fest steht, dass man bei den Babys darauf achten muss, dass es sich nichts über das Gesicht ziehen kann z.B. eine Decke, Kissen oder Kuscheltiere. Das Baby sollte in Rückenlage schlafen und Zigarettenqualm hat im Schlafraum nichts zu suchen.

Das Schlafen im Familienbett bzw. im selben Zimmer hat sich eher als positiv für die Atmung der Babys erwiesen. Sie passen sich an den Atem-Rhythmus der Eltern an und die Atmung geht weiter.

“Eltern im Familienbett haben keinen Sex”

Gibt es nur das Bett? Hier kann Kreativität das Sexleben wieder auffrischen und das kann besonders mit Kindern gut für die Beziehung sein.

Die Vorteile

Die Vorteile des Familienbettes sind zu allererst, dass die Bedürfnisse der Babys nach Nähe und Sicherheit gestillt werden. Eltern müssen in der Nacht nicht aufstehen, wenn das Baby weint. Oft reicht auch eine Berührung und das Baby schläft sanft wieder ein, weil es spürt, dass die Eltern noch da sind.

Stillende Mütter können bequem im Liegen ihre Kinder füttern. Sie schlafen sogar dabei wieder ein und auch das Baby muss nicht erst wach werden, sondern kann weiter schlafen.

Nachteile

Nachteile können besonders dann auftreten, wenn ein Elternteil nicht mit dem Familienbett einverstanden ist. Wenn sich der Partner nicht darauf einlassen kann und die Gefühle deshalb negativ ausgerichtet sind. Dann kann die Stimmung kippen und man muss sich nach einer Alternative umsehen, mit der alle Familienmitglieder leben können. Das kann ein Babybett im selben Zimmer sein oder eine separate Matratze für die Mutter im Zimmer der Kinder.

Außerdem ist oft der Platzmangel ein großes Problem. Die Kinder werden größer und dadurch nehmen sie immer mehr Platz ein. Besonders Nachts sind sie sehr aktiv und liegen kreuz und quer. Es kann schon mal passieren, dass man Nachts mit Füßen kuschelt oder einem in den Rücken geboxt wird. Spätestens jetzt ist es ratsam sich über eine Vergrößerung oder ein Familienbett zu entscheiden.

Platz für die Familie

Mit etwas Kreativität und Geschick gibt es einige Möglichkeiten, um sich ein kuscheliges Reich zu schaffen, indem jedes Familienmitglied seinen Platz finden kann.

  1. Ein Familienbett kaufen

    Einige wenige Anbieter haben sich darauf spezialisiert, große Familienbetten zu bauen. Sie gehen auf die individuellen Bedürfnisse eine und in den meisten Fällen hat man eine gut Wahl, was das Bestimmen der Liegefläche betrifft. Außerdem sind die Betten sehr gut durchdacht, indem sie nicht nur groß sondern auchmit einem Rausfallschutz oder zusätzlichen Ablageflächen ausgestattet sind.

    Das RIMA-Familienbett ist eine sehr schöne Sache. Es ist speziell für Familien mit mehr Platzbedarf entwickel und sieht gut aus.

  2. Der Babybalkon

    Ein Babybalkon ist sehr praktisch, wenn man möchte, dass das Baby im eigenen Bett schlafen soll aber Du trotzdem nicht auf die Nähe Deines Kindes verzichten kannst. An das Elternbett wird einfach ein Beistellbett oder ein Kinderbett geschoben, welches die Seite zum großen Bett geöffnet hat. Mit einer sicheren Befestigung und einem Ausgleich von eventuellen Lücken oder Höhenunterschieden, kann Dein Baby ganz nah bei Dir schlafen und Du hast ein gutes Gefühl.

  3. Zwei Betten aneinander stellen

    Ein spezielles Familienbett zu kaufen oder sich von einem Schreiner bauen zu lassen, kann schnell ans Geld gehen. Aber deshalb muss man nicht auf genügend Platz verzichten. Eine sehr simplem Variante ein großes Familienbett zu gestalten ist,  zwei Betten aneinander zu schieben und zu befestigen. Viele (Online-)Möbelhäuser bieten Betten des selben Models in unterschiedlichen Größen an. Schiebt man sich z.B. ein 1,80m und ein 0,90m Bett zusammen, dann hat man 2,70m zusammen. Und toll ist, wenn das Kind auszieht, dann kann es das 90er Bett direkt mitnehmen.

  4. Familienbett selber bauen

    Mit einer guten Idee, dem richtigen Material und etwas handwerklichem Geschick kannst Du Dir Dein Familienbett einfach selber bauen. Viele Familien haben es bereits vorgemacht und sich ihr Schlafreich individuell eingerichtet. So haben Hölzer oder Paletten eine neue Bestimmung gefunden. Der Vorteil ist, dass die Größe genauso ist, wie Du sie benötigst. Eventuelle Nischen können optimal genutzt und ausgebaut werden. Und der Platz reicht für jedes Familienmitglied.

Sicherheit im Familienbett

Das Familienbett ist eine klasse Sache. Besonders für Babys und Kinder, die nicht genug von der Nähe der Eltern bekommen können. Doch besonder, wenn ein Baby einzieht, macht man sich als Elternteil sorgen, ob das Familienbett auch sicher genug ist. Horrorgeschichten, dass man sich auf das Baby legen könnte oder das Kleine unter der Bettdecke erstickt, gibt es zu genüge. Doch mit den richtigen Vorkehrungen, ist das Schlafen im Familienbett auch für die Kleinsten relativ sicher.

  1. Bettgitterschutz

    Es passiert schneller als man gucken kann. Das Baby fällt aus dem Bett! Ein bisschen strampeln oder die ersten Rollen und schon bewegen sich die Kleinsten Richtung Betkannte. Die Größeren Kinder sind Nachts ebenfalls sehr akiv. Da wird sich gedreht und gewendet vom Kopf bis zum Fußende. Deshalb ist besonders bei Betten, die nicht direkt über dem Boden liegen, ein Bettgitterschutz sehr sinnvoll. Es ist leicht angebracht, ohne bohren und schrauben, und macht das Schlafen im Familienbett sicherer vorm abstürzen.

  2. Schlafsack

    Egal ob im eigenen Bett oder im Familienbett, der Schlafsack wird für Babys empfohlen. Er verhindert, dass das Baby sich eine Decke übers Gesicht ziehen und somit keine Luft mehr bekommen kann. Ein guter Schlafsack reguliert zudem die Temperatur und nimmt Feuchtigkeit auf, ohne nass zu werden.

  3. Wichtige Voraussetzungen

    Für genügend Sicherheit im Familienbett gibt es außerdem noch weitere sehr wichtige Punkte, die bedacht werden sollten:

  • Nur Nichtraucher im Bett und Rauchfreies Schlafzimmer
  • Keine Decken und Kissen in der Nähe des Babys
  • Keine Personen unter Einfluss von Drogen, Medikamenten, und Alkohol
  • Zwischen Geschwisterkindern sollte immer ein Elternteil liegen
  • Keine kranken und psychisch-kranken Personen

Finde Deine Lösung, denn es gibt nicht die eine Richtige Entscheidung. Ihr als Familie müsst damit leben können und nicht einem gesellschaftlichem Bild gefallen 🙂 

Für einen erholsamen, wachsamen & geborgenen Schlaf

Casey & Sina

 

Kategorien: FamilieMöbelSchlaf

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