In Deutschland hat jeder Verbraucher von Strom und Gas das Recht seinen Energieversorger frei zu wählen. Doch kaum einer nimmt diese Möglichkeit wahr, obwohl das jährlich einiges an Geld einsparen könnte. Der Grund liegt meistens daran, dass der Verbraucher über ungenügendes Wissen zum Anbieterwechsel verfügt, er Angst vor einem Energieausfall hat oder die Sorge an einen unseriösen Anbieter zu geraten zu hoch ist. Viele möchten sich auch einfach nicht durch das Meer der Angebote wühlen oder fühlen sich bei Ihrem Anbieter in der Grundversorgung gut aufgehoben.

Ängste werden zusätzlich durch mediale Warnungen über nicht rechtmäßige Haustürvertreter und Insolvenz gegangen Firmen geschürt. Doch muss dies ein Hindernis sein, damit du dir Geld entgehen lässt und selber entscheiden kannst, wer dich mit Strom versorgt?

Wir lassen dich nicht im Regen stehen!

Wir finden nicht! Denn gut informiert kann nicht viel schief laufen. Einer unserer Artikel beschäftigt sich mit den wichtigsten Fragen zum Thema Strom, du kannst ihn hier nachlesen und als Unterstützung nehmen.

Wir gehen sogar noch weiter, denn mit der Energieberarung Copik, haben wir unser eigenes Standbein und können dir persönlich beim Anbieterwechsel helfen, ohne dass du viel machen musst! Nimm bei Unsicherheiten und Interesse gerne Kontakt mit uns auf und wir begleiten dich durch den Anbieterwechsel!

12 Tipps zum Wechsel des Stromanbieters

Gegen deine Unsicherheit, für deinen Geldbeutel

Hier haben wir dir 12 Tipps zusammengefasst, um dir die wichtigsten Informationen für den Wechsel deines Stromanbieters zu liefern. Der Leitfaden soll dich bei dem Wechselprozess unterstützen und dir einen Überblick über die wichtigsten Punkte geben.

1. Stromanbieter suchen

Zu allererst solltest du dir einen Überblick über den Strommarkt verschaffen. Hierzu kannst du dir einen Berater nach Hause holen oder einen online Berater nutzen (da kannst du dich gerne bei uns melden), dich bei den Versorgern selber informieren oder einen Onlinevergleich nutzen. In Vergleichsportalen wie Check24* und Tarifcheck24* kannst du dir ein umfangreiches Bild von Anbietern und Tarifen einholen.

Der Vorteil ist, dass die zwei Vergleichsportale einen guten Namen haben, sehr bekannt sind und deshalb eine große Anzahl an Anbietern vorstellen können. Es ist ein großer Vergleich möglich und du hast Einstellungsmöglichkeiten, die individuelle auf dich und deinen Lebensstil angepasst werden können.

2. Preisvergleich

Beim Vergleich der Preise gilt es einige Punkte zu beachten, um einen rationalen Blick auf die Preise zu haben.

Der Grundpreis wird auf die Abschläge aufgeschlagen und deckt die Nebenkosten des Versorgers. Die Stromanbieter können den Preis individuell wählen und das kann sich erheblich auf deinen monatlichen/jährlichen Preis auswirken.

Deinen Stromverbrauch so gut es geht zu kennen ist praktisch für den Preisvergleich. Denn je nach Verbrauch unterscheiden sich die Anbieter und ihre Preis. Deinen Verbrauch pro Kilowattstunde und den Jahresverbrauch findest du in der Regel auf der letzten Stromrechnung/Jahresabrechnung.

Vergleiche immer die Bruttopreise, denn am Ende zahlst du nicht die schön aussehenden Nettopreise.

Bonuszahlungen und Rabatte lassen den monatlichen Preis sehr schön aussehen, wenn sie direkt angerechnet werden. Allerdings werden Sie oft erst am Ende einer Vertragslaufzeit gezahlt. Schau dir daher die Konditionen der Boni/Rabatte genau an, um nicht in ein Fettnäpfchen zu treten.

3. Mindestlaufzeit & Verlängerungsperioden

Am liebsten haben es die Anbieter natürlich, wenn du dich so lange wie nur möglich bindest. Doch eine lange Mindestvertragslaufzeit hat nicht immer positive Effekte auf den Preis. Manchmal ist es sogar sinnvoller kürze Laufzeiten zu wählen und dann bei einem erneuten Anbieterwechsel von den angebotenen Rabatten / Boni zu profitieren. Als gute Wahl hat sich eine Laufzeit von einem aber höchstens zwei Jahre ergeben.

Einen Blick solltest du aufjedenfall auf die automatischen Verlängerungsperioden haben. Am besten ist es natürlich, wenn du die Laufzeiten immer im Blick hast und du dir rechtzeitig einen neuen Anbieter suchst. Doch wenn du einmal die Fristen verpasst hast und unnötig lange bei einem Anbieter fest hängst, kann dich das leider mehr kosten. Nach der Anfangszeit erhöhen die Stromanbieter gerne ihre Preise, weil sie auf die Trägheit der Verbraucher spekulieren und hoffen, dass du zu bequem bist den Anbieter zu wechseln.

4. Kündigungsfristen

Die Kündigungsfristen sollten vier bis sechs Wochen nicht überschreiten, um verbraucherfreundlich zu sein und schnelle Anbieterwechsel zu ermöglichen.

Gebrauch von deinem Sonderkündigungsrecht kannst du machen, wenn dein Stromanbieter die Preise erhöht. Hier hast du eine Frist von zwei Wochen.

Solltest du innerhalb der Vertragslaufzeit umziehen, dann kommt es auf den Vertrag deines Versorger an, ob dieser weiter besteht. Manchmal geht die Versorgung beim selben Anbieter weiter, manchmal hört mit dem Umzug der Vertrag auf und muss neu erstellt werden.

5. Preisgarantie

Wichtig ist die Preisgarantie. Wie lange bleibt dein Preis konstant niedrig, ohne das der Stromanbieter diese anheben kann?

Unsere Empfehlung geht dazu einen Vertrag mit mindestens 1 Jahr Preisgarantie auszuwählen und bei einer geringen Preisdifferenz evtl. sogar eine Preisgarantie von 2 Jahren zu wählen, da sollte jeder für sich selbst abwägen welches Angebot am besten passt.

Sollte die Preisgarantie jedoch kürzer sein oder vielleicht vor der Vertragslaufzeit enden, dann hast du bei einer Preiserhöhung immer die Möglichkeit innerhalb von zwei Wochen Gebrauch von dem Sonderkündigungsrecht zu machen.

6. Bonuszahlungen

Die Stromanbieter haben unterschiedliche Voraussetzungen für die Auszahlung von Boni. Während du bei dem einen Anbieter direkt zu Beginn einen Neukundenbonus erhälst, bekommst du beim nächsten Anbieter einen Treuebonus mit Ende der Vertragslaufzeit.

Vorsichtig sollte man sein, wenn der Stromanbieter seinen Bonus erst nach der Vertragslaufzeit auszahlt. Somit bist du länger bei deinem Stromanbieter gebunden, während die Preisgarantie abgelaufen ist und der Anbieter jederzeit die Preise erhöhen kann.

7. Paketpreise

Bei dem Kauf eines Strompakets, kaufst du eine festgelegte Menge Strom im Voraus für einen festgelegten Zeitraum. Das einzige verlockende an diese Variante ist der meist günstige Preis. Allerdings kann das sehr schnell nach hinten losgehen, wenn du deinen Verbrauch nicht sehr exakt kennst. Denn wenn du weniger als die ausgehandelte Strommenge nutzt, dann bekommst du kein Geld zurück. Liegst du allerdings über dem festgesetzten Verbrauch, dann sind die Nachzahlungen für jede verbrauchte Kilowattstunde meist sehr hoch.

8. Vorauszahlungen

Bitte keine hohe Vorauskasse zahlen! Die Firmen versuchen durch Vorauszahlungen besonders günstige Preise für den Verbraucher zu erzielen. Was in der Versicherungsbranche normal ist sollte in der Energiewirtschaft mit Vorsicht betrachtet werden. Denn einige Unternehmen habe sich bei dieser Herangehensweise bereits verspekuliert und mussten Insolvenz anmelden. Der Verbraucher hat dann in der Regel einen Teil oder sogar sein ganzes Geld verloren und muss seinen Strom doppelt bezahlen.

9. Daten für einen neuen Vertrag

Für den Anbieterwechsel benötigst du nicht viel. Deine persönlichen Daten und Anschrift, deinen Jahresverbrauch, deinen derzeitigen Stromanbieter, deine Kundennummer beim derzeitigen Stromanbieter, deine Zählernummer und deine Bankverbindung.

Alle Informationen sollten du auf deiner letzten Stromrechnung finden.

10. Newsletter

Die Stromverträge haben in der Regel einen kleinen Abschnitt, in denen Sie ihre Abos und Newsletter anpreisen. Wenn du nicht regelmäßig Post in deinem Briefkasten oder deinem Email-Account haben möchten, dann streiche den Abschnitt oder nehmen online das Häkchen aus dem Formular heraus.

11. Der Abschluss

Hast du deinen Vertrag online oder auf dem Postweg abgeschickt, dann benötigt es noch ein wenig Zeit bis du von deinem neuen Anbieter versorgt wirst. Im Hintergrund werden deine Daten geprüft und dein bestehender Vertrag bei deinem aktuellen Stromversorger wird automatisch gekündigt – hier musst du nichts weiter machen. Nach sechs bis acht Wochen solltest du Post erhalten, wo die Vertragsdaten festgehalten sind und der neue Versorgungstermin mitgeteilt wird.

12. Gut zu wissen

Bei einem Versorgerwechsel ist es gut, wenn du noch ein paar allgemeine Dinge weiß:

  • Du hast immer ein Kündigungsrecht von 14 Tagen, wenn du einen Vertrag online oder an der Haustür abschließt – lass dir nichts anderes erzählen!
  • Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass jeder Haushalt das Recht auf Strom und Gas hat. Es darf niemals ein Versorgungsausfall stattfinden und im Ernstfall wird jeder vom Grundversorger beliefert.
  • Bei Preiserhöhungen hast du ein Sonderkündigungsrecht von zwei Wochen. Erhöht der Staat jedoch seinen Anteil des Strompreises, der für Steuern und Umlagen anfällt, dann wird der Strom zwar teurer aber deshalb darf man nicht kündigen, weil der Stromversorger hier keinen Einfluss hat.
  • Preisgarantien gelten nur für Strompreise auf Steuern, Umlagen etc. hat der Anbieter keinen Einfluss

Zusammenfassung der Tipps

  1. Anbieter suchen, Informationen einholen und vergleichen
  2. Beim Preisvergleich die Zusammensetzung des Preises durch den Bonus, Verbrauch (Kwh), Grundpreis und Bruttoangaben beachten
  3. Vertragsbindungen auf Mindestlaufzeit und Verlängerungsperioden beachten
  4. Kündigungsfristen sollten sechs bis acht Wochen zum Vertragsende betragen
  5. Die Preisgarantie sollte nicht kürzer als die Vertragslaufzeit sein
  6. Voraussetzungen für Bonusauszahlungen genau durchlesen
  7. Paketpreise meiden, um keine Überraschungspreise zu erhalten
  8. Keine Vorkasse, nur monatliche Abschläge
  9. Unerwünschte Newsletter streichen
  10. Vertragsdaten genau abgleichen
  11. Keine Tarif mit Kautionen abschließen
  12. Ist der Vertrag abgeschlossen, dann kontrolliere immer nochmal die Konditionen

Keine Zeit verlieren

Jetzt solltest du keine Zeit mehr verlieren und die Möglichkeit zum einfachen Geld sparen nutzen. Anbieter vergleichen, Vertrag abschließen und von guten Konditionen profitieren. Mit unseren Tipps solltest du gut vorbereitet sein und mögliche Stolpersteine vermeiden können.

Alles Gute, Sina & Casey

Kategorien: Strom & Gas

2 Kommentare

FAQ Strom // 15 Fragen zum Strom - · 3. Juni 2016 um 9:20

[…] In diesem Betrag erhälst du 12 ausführliche Tipps zum Wechsel deines Sromanbieters. […]

Mit diesen 10 Tipps ist Strom sparen kinderleicht - · 16. Juni 2016 um 10:16

[…] auf? Dann wechsel deinen Anbieter. Es ist wirklich kinderleicht. Zur Unterstützung habe ich in diesem Artikel 12 Tipps für den Wechsel zusammengefasst und hier kannst du passende Anbieter […]

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